Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Gerſac, ich möchte etwas mehr haben, als einen Anſtrich.“ 5

Als Gerſac merkte, daß ſeine Bitten umſonſt ſeien, ſo entfernte er ſich und überließ Johann ſei⸗ nen Betrachtungen. Es wurde indeß bald aufs Neue geklingelt und— Schönzopf trat ein.

„Wie! Sie ſind's, mein lieber Freund!“ ſagte Johann und ging Schönzopf entgegen, der mit Staunen die Wohnung betrachtete.

„Ja, gewiß, ich bin's. Ich muß wohl ſelbſt kommen, denn Gott weiß, Du würdeſt mich ſterben laſſen, ohne nach mir zu fragen.— Ach! verzeihen Sie, ich habe Unrecht, das gebe ich zu; aber es beſchäftigte mich ſo Vieles... Sollten Sie krank geweſen ſein?— Ein kleiner Gichtanfall, weiter nichts, ich denke nimmer daran. Ich bin heute wie⸗ der ſehr rüſtig und mein Bein iſt nimmer ge⸗ ſchwollen, nichtwahr?— Ich ſehe nichts.— Ich muß jedoch ſitzen. Au! Ich bin hierher ge⸗ fahren; Du Schlingel koſteſt mich Geld; doch ſchmeichle ich mir, ich werde es nicht bereuen dür⸗ fen. Könnte man zuerſt erfahren, warum der Herr eine andere Wohnung bezogen hat?— Mein lieber Pathe, das Logis, welches ich bewohnte, erinnerte mich zu ſehr an den erlittenen Verluſt und dann.. gefiel mir dieſes Quartier beſſer.— Das Quartier iſt ſchön, das gebe ich zu, aber nach meiner Anſicht iſt auch das unſrige nicht zu verachten.— Ich ver⸗ achte es nicht, aber...— Hat nichts zu ſagen; ſehen wir ganz von der Wohnung ab, denn dies