Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

Johann in großer Soirse.

Nicht ohne Abſicht miethete Johann eine Woh⸗ nung in der Rue Provencez er kam mehr in die Nähe der Frau Dorville, und hoffte, da er in ihrem Quartiere wohnte, ihr öfters zu begegnen. Kein Tag ging vorbei, ohne daß er die Rue Richer durchſtrich, zwanzigmal hatte er ſchon verſucht, bei Madame Dorville einzutreten, aber es hielt ihn immer etwas zurück, er wollte ſich keinem ſchlechten Empfange ausſetzen; ein geheimer Stolz ſagte ihm, daß auch die Liebe die Verachtung nicht ertragen dürfe.

Man iſt noch in der ſchönen Jahreszeit. Da er nun weder auf der Promenade noch im Theater Carolinen begegnete, ſo vermuthete Johann, ſie ſei aufs Land gezogen und wartete mit Ungeduld, bis der Winter ſie in die Stadt zurückführen würde.

Johann haite die Bekanntſchaft eines jungen Mannes, Namens Gerſac gemacht, der in ſeinem Hauſe logirte. Dieſer Gerſac brachte ſeine Zeit damit zu, daß er allen Vergnügungen nachlief, und er hatte Johann bereits ſchon mehrmals das Aner⸗ bieten gemacht, ihn in eine Soirée führen zu wollen, denn Gerſac, deſſen tauſend Thaler Renten zur