Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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ich muß Ihnen doch den Herrn da vorſtellen; Sie ſind ihm auch einigen Dank ſchuldig für den Dienſt, den er uns geleiſtet hat, als wir neulich Abends von einem Diebe angefallen wurden; denn obwohl ich allein beſtohlen wurde, ſo theilten Sie doch damals auch meinen Schrecken.“

„Wie! das iſt der Herr?“ ſagte Madame Beaumont, während die andern Perſonen, für welche dieſe Worte eine nähere Erklärung waren, Johann mit mehr Wohlwollen anblickten.

Madame Beaumont wollte Johann ihren Dank

abſtatten, dieſer aber erwiderte:„Es iſt nicht der Mühe werth, Madame, ich hätte bei jedem andern Frauenzimmer ebenſo gehandelt.“ Herr Valcourt lächelte abermals mit ſpöttiſcher Miene.

„Mein Gott! was iſt denn in dem Zimmer, meine liebe Caroline?“ ſagte jetzt eine von den jungen Damen, die neben Johann ſaß.„Riechen Sie nichts? Wenn es Winter wäre, ſo würde ich glauben, Dein Kamin rauche.— Wahrhaftig, ich rieche gleichfalls Rauch,“ ſagte Madame Beaumont.

„Das gerade nicht, meine Damen,“ ſagte Val⸗ cvurt,„das, was Sie riechen, iſt der Geruch einer Pfeife.“

„Eine Pfeife!“ riefen die drei Damen und mach⸗ ten eine Bewegung des Ekels.

„Kein Zweifel!“ rief Johann,„ ich rieche nach Tabak; der verdammte Pfeifengeruch durchdringt alle Kleider und ich habe doch heute noch nicht ge⸗ raucht.“

Paul de Kock. C. 6