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mein Herr.— Nein, es war Ernſt.. Kurz, mein lieber Pathe, ich umarmte Jungfer Roſa, als Sie kamen.— Nein, mein Herr, Sie umarmten mich nicht.— Ach, das iſt doch zu arg! Sehen Sie, lieber Pathe, wie ich ſie hielt.“
„Gut, gut,“ ſagte Schönzopf, indem er ſich zwiſchen Schönzopf und Roſa ſiellte.„Ich kann mir denken, wie Du ſie hielteſt. Roſa, gehen Sie in die Küche.“
Roſa ging, warf aber Johann noch einen ver⸗ ſtohlenen Blick zu, der ihm offenbar Verſchwiegen⸗ heit anempfehlen ſollte; dieſer jedoch achtete nicht darauf.
Nun hielt der eiferſüchtige Alte ſeinem Pathen eine lange Moralpredigt, welche der leichtfinnige Johann mit der Frage abbrach:„Wollen wir nicht ausgehen und irgendwo eine Pfeife rauchen?— Nein, ich danke, ich werde zu Hauſe bleiben.“
Johann entfernte ſich und Schönzopf blieb allein; er verſank in tiefes Nachdenken und ſchien nicht ſo guter Laune zu ſein wie gewöhnlich. Roſa kam öfters ins Zimmer, aber er ſprach nichts mit ihr; ſie huſtete, ſang, näherte ſich endlich ihrem Herrn und ſprach mit honigſüßer Stimme, wobei ſie ihre ſchneeweißen Zähne durchſchimmern ließ:„Wollen Sie nicht Dame ſpielen?“
Roſa kannte ihren Herrn ſehr gut; ſein Zorn hatte ſich bereits gelegt; das Lächeln der kleinen Bonne hatte etwas Verführeriſches, dem Schönzopf nicht widerſtehen konnte; indeß verſuchte er eine


