Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Die Mißgeburt.

Einige Wochen lang durchſtrich Johann mit ſei⸗ nen Kameraden die Umgegend von Paris. Ueberall, wo es ihnen gefiel, machten ſie Halt, und beſon⸗ ders ließen fie ſich im Eſſen und Trinken nichts ab⸗ gehen. Alles bezahlten ſie, ohne zu handeln, und ſie wurden deßhalb, beſonders auch ihrer ſchönen Kleidung wegen, für junge Leute von guter Familie gehalten, die ihre Vacanz auf dem Lande zubringen wollten. Die Bauern finden Gefallen an ihnen, weil ſie fluchen, rauchen und trinken; und von den Bäurinnen, die manchmal mit ihnen tanzen, erhal⸗ ten ſie nicht immer Ohrfeigen, wenn ſie dieſelben küſſen wollen.

Wenn man aber des Tages dreimal ißt und war immer das Beſte, was es gibt, auftragen läßt, wenn man ſich kein Vergnügen verſagt, wenn man endlich niemals handelt, ſo muß man bald den Grund ſeiner Börſe ſehen, ſelbſt wenn dieſelbe vierundzwanzig Louisd'or enthält. Eines Morgens, nachdem wie gewöhnlich die Zeche bezahlt war, ſagte Johann zu ſeinen Kameraden:„Meine Herrn, wißt ihr, daß ich nur noch zwei Goldftücke in mei⸗ ner Börſe habe?“

Paul de Kock. C. 4