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„Wer hat dieſes Licht ausgelöſcht?“ ſagte Nanette und taſtete herum, verwickelte aber bald ihre Füße in Etwas und ſfiel mit einem lauten Schrei zu Boden.
Durch dieſen Schrei aufmerkſam gemacht, ſtürzten alle jungen Leute nach dem Gange, um zu ſehen, was ſich dort ereignet habe. Herr Miſtigris folgte ihnen mit dem Fidelbogen in der Hand, mehre Damen, bei denen die Neugierde über die Furcht ſiegte, thaten das Gleiche; aber Niemand nahm ein Licht, weil man nicht wußte, daß keines mehr in der Antichambre ſei.
Hier angekommen, hatte man kaum einige Schritte in der Dunkelheit gemacht, als Alles nie⸗ derpurzelte, wie Nanette; die Menge der Perſonen vermehrte die Unordnung; die Einen ſchrieen, die Andern lachten. Mitten in der allgemeinen Ver⸗ wirrung rief Herr Miſtigris nach Licht, und Herr Durand, welcher den Neugierigen nicht gefolgt war, kam jetzt herbei, in der einen Hand eine Kerze, in der andern ſeinen Stock haltend.
Als man nun die Urſache unterſuchte, welche den Fall ſo vieler Perſonen herbeiführen konnte, entdeckte man zwei Schnüre, die etwa zehn Zoll über dem Boden von einem Ende des Gemaches bis zum andern ausgeſpannt waren.
„Das iſt abſcheulich!“ ſchrie der Tanzmeiſter⸗ der ſich im Fallen den Fuß verrenkt hatte;„das iß, ein verdammter Streich, mich mit allen meinen Zöglingen einen falſchen Tritt thun zu laſſen!“


