Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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dennoch auf den folgenden Tag verſchieben mußte. Der Waſſerträger kehrte in ſeine beſcheidene Woh⸗ nung zurück, aber er ſchloß die ganze Nacht kein Auge. Er hatte den Brief, welchen Emil Delaberge ihm für Guerreville übergeben; aber obgleich dieſer Brief nicht verſiegelt war, ſo erlaubte ſich Jerome doch nicht, einen Blick hinein zu werfen; er glaubte damit etwas Unrechtes zu thun.

Endlich kam der Tag. Jerome zählte die Mi⸗ nuten, die Sekunden. Um ſechs Uhr ging er aus und begab ſich nach Guerreville's Wohnung, indem er zu ſich ſagte:Wenn er noch ſchläft, nun gut! dann werde ich warten, bis er aufwacht.

Georg, der dem Auvergnaten die Thür öffnete, konnte ſich nicht enthalten, zu ihm zu ſagen:Sie kommen ja ſehr früh, Herr Jerome.

Allerdings, Herr Georg, aber ſehen Sie, wenn man gute Nachrichten mitzutheilen hat, dann, glaube ich, kommt man niemals zu früh. Vor allen Dingen: wie befindet ſich Herr Guerreville?

Sehr wohl. Oh! mit ihm hats keine Ge⸗ fahr mehr. er iſt geſtern ein wenig aufgeſtanden, und in dieſem Augenblicke ſchläft er noch. 64

Er ſchläft. dann will ich ſeinen Schlaf nicht ſtören. Ich werde warten, bis er erwacht; aber ſ bald er die Augen öffnet, benachrichtigen Sie m 5 davon, Herr Georg. 3

Oh! ich verſpreche es Ihnen.

Jerome ſetzte ſich in einen Winkel des Speiſe⸗ ſaals; hier blieb er länger als eine