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nen, daß dergleichen Züge unter den anſäßigen Künſtlern ſelten ſind, und daß es unter unſern großen Talenten, unter unſern Schauſpielerinnen von Ruf viele gibt, welche den Caſé des Comédiens nicht einmal dem Namen nach kennen, da dieſes Faffeehaus nur für die dramatiſche Demokratie er⸗ richtet worden iſt.
Jenneval hatte ſich in einen Winkel geſetzt⸗ blickte um ſich und beobachtete.
Ein Herr von geſetztem Alter, deſſen Perüke bedeutend über die Ohren heruntergezogen war und der das Kinn und die Hälfte des Mundes in einer ungeheuren Halsbinde verbarg, näherte ſich dem Ofen, laute Töne ausſtoßend, welche die Klänge einer Kirchenpoſaune nachahmten; er unterbrach ſich häufig, um zu huſten, was mit einer Gewalt ge⸗ ſchah, daß man die abſichtliche Anſtrengung nicht verkennen konnte. Man merkte, daß es dieſem Manne ein Spaß ſein würde, durch ſein Huſten den Lärm einer Kanone hervorzubringen.
„Allem Anſchein nach ſpielt dieſer Herr zweite Tenorpartien,“ ſagte Jenneval zu ſich, indem er ſich dem Manne mit der ſtarken Stimme näherte. Er bot ihm eine Priſe Tabak an, die mit großer Bereitwilligkeit angenommen wurde; der Doktor glaubte ſogar zu bemerken, daß dieſer Mann, ſtatt mit den Fingern davon zu nehmen, die Hälfte ſeiner Hand mit Tabak angefüllt hätte, welche er dann mit Gewandtheit in einer Weſtentaſche aus⸗ leerte, um nur ein geringes Stäubchen an ſeine


