28 letzten vierzehn Tage vor Oſtern, zu welcher Zeit die Engagements der Schauſpieler und Schauſpie⸗ lerinnen ſtattfinden, verſammeln ſich ſo viele Leute im Café des Comediens, daß es dort oft ſchwer iſt, durchzukommen. Dann bilden ſich zahlreiche Gruppen auf der Straße, vor der Thür; zuweilen können die Wagen nur mühevoll durch die Haufen, die ſtehen bleiben und ſchwatzen, paſſiren. Man ſollte glauben, daß daſelbſt, wie vor Tortoni, Börſenangelegen⸗ heiten, Handelsgeſchäfte abgemacht werden. Man behandelt hier in der That Angelegenheiten, aber es ſind nur dramatiſche. Alle die Leute, die man hier kommen und gehen, ſich an einander reihen und plaudern ſieht, leben vom Theater, oder ſollen we⸗ nigſtens davon leben. Hier werden Engagements für die Provinz, bisweilen ſelbſt für das Ausland abgeſchloſſen. Hier kommen diejenigen hin, welche keine Beſchäftigung mehr haben, die eine ſolche ſuchen, oder eine alte aufgeben wollen; und alle dieſe Leute, die ihr hier ſehet, ſind Talente der erſten Klaſſe; ſie bilden ſich dies wenigſtens ein.
Jenneval entſchloß ſich, nach dem Café des Co⸗ mediens zu gehen, um es zu verſuchen, dort etwas über Julius zu erfahren, der ſich bei ſeinen Eltern nicht hatte wieder ſehen laſſen. Eines Nachmittags begab ſich der Doktor nach der Rue des Deux⸗Ecus; er bemerkte einige Gruppen von Schwatzenden, woran er erkannte, daß er an dem Orte war, den er ſuchte.
Dem, der in die Myſterien des Theaters, in die Angelegenheiten der Couliſſen nicht eingeweiht


