25
dann zu verlaſſen? hat er ſie getödtet dieſes Unge⸗ heuer? O! ja ſie muß todt ſein ſonſt wäre ſie ſchon längſt zurückgekehrt, um an dem Buſen ihres Vaters ihren Fehler zu beweinen Todt... meine Tochter. und dieſer Menſch lebt noch!.. und genießt in Frieden die Vergnügungen, welche der Reichthum darbietet. Oh!.. Oh! all ſein Blut wird meine Verzweiflung noch nicht ſiillen können!“
„Mein Freund, beruhigen Sie ſich!“ ſagte Jen⸗ neval, Guerreville's Hand ergreifend,„dieſer Daubray iſt in Paris; wir werden ihn auffinden, nun bin ich feſt davon überzeugt. Aber es iſt durchaus noch kein Beweis vorhanden, daß Ihre Tochter nicht mehr am Leben ſei; hoffen wir im Gegentheil, daß wir durch ihn erfahren werden, was aus ihr geworden.“
„Ach! Jenneval ich muß Ihnen wohl glau⸗ ben, um mich nicht der Verzweiflung zu überlaſſen. Wohlan! dieſer Menſch ſoll mir meine Tochter wiedergeben, und ich will ihm das Leben laſſen und ihn für immer fliehen. Aber er gebe mir meine Pauline wieder. Ach! ich beweine ſie ſchon ſeit ſo langer Zeit!“
Guerreville ſank, von all den Empfindungen, die ihn eben durchdrungen, übermannt, auf einen Seſſel nieder. Der Doktor ließ ihm Zeit, ſich zu faſſen; als er ſeinen Freund ruhiger ſah, näherte er ſich ihm und ſagte mit leiſer Stimme:„Sie hatten zwei Damen bei ſich zurückgelaſſen, die ich hier vorfand, Madame Grillon und die Mutter des Julius; ſie


