Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Stephanie antwortete nicht; ſie hielt fortwährend Zizine in ihren Armen und erhob die Augen nicht zu Emil.

Dieſer entſchloß ſich envlich, ſich auch auf den Divan niederzuſetzen, aber auf der entgegengeſetzten Seite des Kindes, und indem er ſich gegen Stepha⸗ niens Ohr neigte, flüſterte er:Was habe ich denn gethan, daß Sie mich ſo behandeln? Wiel.. Sie wollen mir nicht einmal Ihre Blicke zuwenden... Stephanie, lieben Sie mich nicht mehr? Sie ſehen wohl, daß wir uns nicht mehr ausſprechen.. nicht mehr verſtändigen können wenn dieſe Kleine gegenwärtig iſt. Ol erlauben Sie mir, noch einen Augenblick mit Ihnen allein zu ſprechen.. Mein Benehmen zu rechtfertigen Sie um Ver⸗ zeihung zu bitten; es iſt ſpät Sie könnten dieſes Kind. zu Bette ſchicken

Stephanie, die bisher geſchwiegen hatte, erhob den Kopf, und indem ſie ſich gegen Emil wandte, warf ſie ihm einen Blick zu, der die Worte auf ſeinen Lippen erſterben machte; denn es war nicht mehr jenes furchtſame, liebende junge Mädchen, welches ihn ſcharſ anſah, es war eine beldenmüthige Frau, ein auf ſeine Tugend ſtolzes Mädchen, das den Abgrund geſehen hatte, in welchen man es hineinſtürzen, und nun mißtrauiſch wurde auf die Schlingen, die man ihm legen wollte. Ihr Blick hatte dies Alles ausgeſprochen, denn Emil konnte ihn nicht ertragen; und dieſer kühne Menſch, dem es zur Gewohnheit geworden war, die Frauen zu