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großmüthig. Darum, mein Pathe, bedauerte ich es recht ſehr, Sie nicht zu kennen denn ich war, wie ich glaube, fünf Jahre alt, als ich Sie das letzte Mal ſah. und ich konnte mich Ihrer nicht mehr recht erinnern; ich glaubte, mein Pathe wäre ein dicker Mann von fettem Bauch und ſtarken Beinen ich weiß gar nicht, woher ich dieſes Bild entnommen habe!.. Gerade ſo bildete ich mir, als ich noch in der Penſion war, ein, das Theater wäre ein Laden, in welchem man allerlei Dinge verkauft. Ah! wenn man klein iſt, iſt man doch recht dumm! aber jetzt bin ich nicht mehr ſo: ich kennk Aes, und Mama ſagt, ich könne ſprechen wie Eine von vierzig Jahren.“
Fräulein Agathe ſchien noch immer geneigt, fort⸗ zuſprechen, aber Guerreville, der auf ſie hörte, wie wenn er immer an etwas Anderes dächte, unter⸗ brach die junge Schöne mit den Worten:„Ihre Eltern haben ohne Zweifel für Ihre Erziehung geſorgt?“.
„O ja, mein Pathe! gewiß, ich wurde ſehr gut erzogen; aber aus der erſten Penſion, in die man mich gebracht hatte, wurde ich wieder genommen, weil ich alle Tage Schminkbohnen zu eſſen bekam. Ich beklagte mich deßhalb bei Mama, welche der Unterlehrerin ſagte, daß die Schminkbohnen mich krank machten. Dieſe ſagte es der Direktorin, welche ihr erwiderte, um meinetwillen würde man die Hausordnung nicht abändern; Mama fand das
fehr unanſtändig und ich ward anderswohin gegeben, Paul de Kock. X0vI. 2


