Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Erräth eine Mutter nicht immer die Geheim⸗ niſſe Ihres Sohnes! Ja, auch die Ihrige hat Ihrer Begeiſterung für die dramatiſche Kunſt wahrge⸗ nommen... Sie befürchtet, Sie möchten den Ge⸗ danken haben, Schauſpieler zu werden... und es ſcheint mir, ihre Furcht ſei ſehr gegründet. Sie hat mir den Kummer nicht verhehlt, den ſie deßhalb empfindet. Bedenken Sie, Herr Julius, bevor Sie ſich von einer Neigung hinreißen laſſen, die gewiß nicht unüberwindlich iſt... ueberlegen Sie, ob alle die Erfolge, alle die Vergnügungen, die Sie auf dem Theater zu finden hoffen, den Kummer überwiegen können, den Sie Ihrer Mutter verur⸗ ſachen würden.

Julius ſchlug die Augen nieder, er war bewegt und ſchwieg einige Zeit; endlich murmelte er zwi⸗ ſchen den Zähnen:Mein Gott! mein Herr... Sie wiſſen wohl, daß die Eltern immer ſo ſind.. am Anfang grollen ſie.. wenn man aber ſein Glück macht, ſind ſie froh, daß man ſeiner Nei⸗ gung gefolgt iſt. daß man auf ſie nicht gehört hat!. Wenn ich ein großer Künſtler werde.. ſo ſcheint es mir, daß ein ſolcher einen Parfümeur aufwiegt.. Wenn Sie wollen, mein Herr, dann ſehen Sie mich ſpielen bei meinem Profeſſor. wir ſpielen Scenen.. bisweilen ganze Acte, wenn wir in hinreichender Zahl beiſammen find.. als⸗ dann können Sie urtheilen, ob ich Talent habe.

Guerreville wollte eben antworten, als Georg die Thür des Zimmers halb öffnete und nur den