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„Wo ſpielt er?“
„Nun, er behauptet überall geſpielt zu haben.. Zudem erlauben es meine Mittel nicht, mir einen ſehr koftſpieligen Lehrer zu halten„ Ich wage es nicht, meine Mutter oft um Geld zu bitten, weil ich weiß, welche Auftritte ſie deßhalb mit meinem Vater hat; aber mein Profeſſor iſt nicht theuer, er gibt den Curſus für zwanzig Sous. und wenn man zehn Sous vorausbezahlt, ſo be⸗ kommt man noch fünf Stunden gratis
„Das iſt in der That nicht viel.“
„Manchmal hat er auch ſehr viele Zöglinge!... Er ſagte mir, daß er große Künſtler gebildet habe.“
„Wie heißen ſie?“
„Ah! ſie ſind Alle in der Provinz; aber ich verſichere Sie, daß er ſehr gut unterrichtet. und er ſchwört mir, daß ich die ſchönſten Anlagen habe.“
„Jür welches Fach?“
„Für jugendliche Liebhaber.“
„Herr Julius, ein Lehrer, der fünfzehn Stunden für zehn Franken gibt, muß dieſe Sprache mit allen ſeinen Schülern führen... denn es iſt anzu⸗ nehmen, daß er große Noth hat, und auf jede Weiſe Geld zu verdienen ſuchen muß. Indeß will ich Sie nicht entmuthigen.. aber ich geſtehe es, es ſchmerzt mich, Sie eine ſo ſchwierige Laufbahn einſchlagen zu ſehen. und ich darf Ihnen nicht verbergen, daß es auch Ihre Mutter ſehr betrübt...“
„Wie! mein Herr, hat ſie denn meine Neigung errathen?


