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will die Probe nicht im Garten vornehmen; was mag wohl der Grund davon ſein?
Sie nimmt ihre Rolle; ich brauche die meinige nicht, denn ich weiß ſie auswendig. Wir repetiren unſere Scenen. Ich lege eine Wärme, eine Wahr⸗ heit in das Spiel, welche Frau von Marſan ver⸗ ſtummen macht. Nun iſt das Schmälen an mir; ich muß ihr helfen, aber ſie iſt entzückt über mein Ta⸗ lent, ſie thut Alles, was ich will fie läßt mich ihre Hand ergreifen, ſie drücken, küſſen, mich zu ihren Füßen werfen.„Wie! kommt dies auch im Stücke vor?“ fragt ſie ſehr aufgeregt.„Ja, Ma⸗ dame, ja.“ Schon bin ich bereit, aus ihrer Aufre⸗ gung alle Vortheile zu ziehen, welche mir die Rolle eines Liebhabers an die Hand gibt, als ſich draußen ein Geräuſch pören läßt. Die Salonthüre geht auf und Raimund tritt herein. Der verdammte Menſch iſt wahrhaftig zu meinem Unglücke geboren!
Wie er mich zu den Füßen der Frau von Marſan ſieht, zieht er ſchnell ſeine Rolle aus der Taſche und ſchreit aus Leibeskräften:„Ha! verflucht! der ra⸗ ſende, der ſchändliche Räuber Figaro! Hier darf man keinen Augenblick das Haus ver⸗ laſſen ohne bei der Rückkehr... Madame, ich habe die Ehre, Ihnen meine Huldigungen darzu⸗ bringen. Sie ſehen, daß ich pünktlich bin. Guten Adend, Herr Dorſan; warum ſind Sie denn geſtern ohne mich abgereist? Ich wäre mit Ihnen gegangen. Tun, Sie ſehen, daß ich meine Rolle ſchon aus⸗ wendig weiß. O ich habe ein herrliches Gedächt⸗


