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Endlich gehen wir. Nachdem Raimund ſeine Thüre geſchloſſen, bemerkt er, daß er ſeinen Brillant noch nicht an den kleinen Finger geſteckt hat und geht wieder hinein, um dieſes nachträglich zu thun. Wir ſteigen die Treppe hinab, aber auf dem zweiten Stocke findet er ſeine Oper nicht in der Taſche, und geht wieder hinauf, um dieſelbe zu holen. Im Hofe angekommen, fällt ihm ein, daß er ſeine Lieb⸗ lingsromanzen vergeſſen, und da man ihn leicht zum Singen auffordern könnte, ſo muß ich aber⸗ mals warten, bis er dieſelben heruntergeholt hat. Ich gelobe mir, nicht mehr mit Herrn Raimund zu reiſen. Endlich beſteigen wir um ein Viertel auf neun Uhr das Cabriolet; jetzt vermißt er auch ſeine Lorgnette, aber diesmal bin ich unerbittlich; ich peitſche das Pferd und wir fahren ab.
Die Nacht verhindert Raimund, mir ſeine Oper vorzuleſen; jedoch will er mir als Entſchädigung den Inhalt derſelben erzählen. Schon über eine Stunde ſpricht er von einer ſpaniſchen Prinzeſſin und einem arabiſchen Prinzen, ihrem Liebhaber, während ich an Frau von Marſan denke, die ich gerne ſehen möchte und die ich unbegreiflicher Weiſe ſo lange Zeit vernachläſſigt habe. Als wir St. Denis erreichen, iſt es bereits halb zehn Uhr und ich fluche über Raimund, deſſen Langſamkeit und dummes Zögern uns ſicherlich viel zu ſpät ankommen läßt.
„Iſt's noch weit?“ frage ich meinen Nachbar
vor St. Denis draußen.— Nein, etwa w eine Paul de Kod. Rcin.


