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aber ich kann und will mich nicht ändern; wenn Jedermann wie ich handelte, ſo gäbe es gewiß weniger Eitelkeit und Anmaßung bei den Männern, ſowie weniger Koketterie und Vapeurs bei den Frauen; man würde ſich mehr Mühe geben, liebens⸗ würdig zu ſein und zu gefallen, und dabei würde Alles gewinnen. Was halten Sie davon, Herr Nachbar?“
Ich bemerke, daß mein Nachbar nicht mehr auf mich hört; er unterſucht die Orangenblütenbouquets, welche mein Kamin ſchmücken, und ſcheint mit Neu⸗ gierde die älteren zu betrachten, welche ich auf meiner Kommode geſammelt habe, nachdem ich die Blumen, die ſich nicht conſerviren, herausgezogen.
„Sie ſcheinen ein großer Liebhaber von Oran⸗ genblüten zu ſein,“ ſagt mein Nachbar endlich.— Allerdings.— Es iſt ein höchſt angenehmer Ge⸗ ruch„Sie haben da zwanzig Bouquets.— Ich zählte ſie nicht. Aber wollen Sie mir doch ge⸗ fälligſt ſagen, weßhalb Sie mich dieſen Morgen be⸗ ſuchen, denn ich vermuthe, daß Sie wegen irgend Etwas gekommen ſind.— Ja über dieſe Bouquets hatte ich es vergeſſen.. Ich erhielt von Frau von Marſan eine Einladung zu einem Feſt, das ſie übermorgen in ihrem Landhauſe geben wird; ich vermuthe, Sie werden auch hingehen, und mache Ihnen nun den Vorſchlag, daß wir uns gemein⸗ ſchaftlich nach dem Landhauſe dieſer Dame begeben wollen.— Recht gerne; Sie kennen den Weg und werden alſo mein Führer ſein.— Mit dem


