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ſtoppelten Liebesbriefe ſtecken und ſie, mit der Adreſſe des Originals unterzeichnet, an alle Modiſtinnen ihrer Bekanntſchaft ſchicken.
Der Champagner vollendet, was das aufreizende Diner begonnen hat; wir find im Begriffe, tauſend
Thorheiten zu ſagen und zu begehen. Agathe ſtopft ſich mit Marzipan und Gelée voll, ich laſſe die Stöpſel ſpringen. Der Wein muſſirt und perlt und
gleitet aus unſeren Gläſern bald über unſere Lippen; wir wiſſen nimmer, was wir ſagen, wohl aber, was wir thun. Agathe benimmt ſich ohne den ge⸗ ringſten Zwang, und wenn Raimund horcht, ſo wird er diesmal glauben, daß wir uns ſchlagen. Aber wie der Champagner beim Einſchenken zu⸗ erſt von ſelbſt muſſirt, dann nur noch, wenn man ihn ſtark ſchüttelt und endlich gar nicht mehr, ſo, meine lieben Leſer, erlöſchen jene Vulkane, die in dem lebhafteſten Glanze ſtrahlten, und ſo, meine ſchönen Leſerinnen erlöſcht jenes Zauberfeuer, welches aus euren hübſchen Augen ſprüht und euch ſo viele Eroberungen verſchafft. Ach! Alles vergeht in der Natur! Alles wird zerſtört und vernichtet; Alles ſtirbt! Dies iſt das allgemeine Geſetz; wir werden dazu geboren und jeder Schritt im Leben iſt ein Schritt zum Grabe; da gibt es keinen Vertrag:
Der Tod hat ſolche Schrecken, die keinen andern gleichen; Wenn man auch zu ihm fleht,
Läßt ſich der Grauſame doch nimmermehr erweichen, Daß er vorübergeht.


