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Dießmal zielt Raimund wenigſtens drei Minuten lang. Endlich ſchwirrt der Vogel durch die Luft, aber ohne das Ziel zu treffen.
„Ich habe gewonnen! ich habe gewonnen!“ ruft Raimunds Gegner;„Sie ſchulden mir eine Portion Gefrorenes.“
„Freilich haben Sie gewonnen, dieß iſt Alles, aber ich bin überzeugt, daß der Schnabel des Vo⸗ gels den Drücker berührt hat und wenn er nicht los⸗ ging, ſo kommt dieß daher, weil das Pulver feucht iſt.“
„Schlechte Ausrede! Sie haben verloren und ſchulden mir eine Portion Gefrorenes.“
„Gut! ich will Revanche.“
„O, recht gerne: zwei Portionen ſind mir lieber als eine.“
„Das wollen wir ſehen! He da! den Drücker ge⸗ richtet; ſicherlich iſt Etwas daran verdorben, wodurch das Losgehen verhindert wurde.“
Dem Spieler zu Gefallen öffnet der Spielmeiſter die Büchſe und unterſucht dieſelbe. Unterdeſſen nimmt mein Nachbar den Vogel, betrachtet, erbittert über den Verluſt ſeiner erſten Wette, den eiſernen Schna⸗ bel, ſucht dem Vogel ein vollkommenes Gleichgewicht zu geben und faßt ihn nur leicht an beiden Flügeln.
„Jetzt begreif' ich's, jetzt begreif' ich's,“ ſagt er mit zuverſichtlichem Tone;„wenn ich dieß früher be⸗ merkt hätte, ſo würde ich getroffen haben. Man muß den Vogel nur leicht mit der Fingerſpitze halten und dann ihn gehörig im Gleichgewichte los laſſen.“


