85 und Nationalgarden. Er ertheilt Audienz und empfängt die Bittſchriften aller Chineſen des Stadtgebietes.
„Sehen Sie dort in der Ecke jenen Vater, der ſich auf ſeine Tochter und auf ein Bambusrohr ſtützt: er verlangt die Beſtrafung eines Verführers, der dieſem armen unſchuldigen Mädchen fünf Kinder gemacht hat und ihnen keine andere Nahrung gibt als Peitſchenhiebe. Schen Sie, meine Herren, das zornige Geſicht des unglücklichen Vaters; ſehen Sie den Schmerz, die Trauer und die Reue in den Augen des Mädchens! Ein wenig links ſteht ein Mann in braunem Mantel, von dem man nur die Naſe ſieht: dieß iſt der Verführer, der ſein Urtheil erwartet. Sehen Sie ſein bleiches und blaſſes Geſicht, ſeine hohlen Augen und ſeinen zitternden Gang. Er Pel wohl, daß er ſchlimm wegkommen wird.
„Weiter, im Hintergrunde des Tableau.
Ein dickes Weibsbild, welche jetzt ganz außer Athem herbeiläuft, unterbricht die Erklärung des Schauſpiels. Vermuthlich iſt's Madame Trousquin, und das Zwiegeſpräch, welches ſich zwiſchen ihr und dem Herrn der Zauberlaterne entſpinnt, beweist mir wirklich, daß ich richtig gerathen habe.
Herr Trousquin.
„Nun, kommſt Du endlich, verfluchte Landſtreiche⸗ rin!... Weiter im Hintergrunde des Tableau (zu ſeiner Frau); ich ſage nichts, als Du ſollſt mir da⸗ für büßen... weiter im Hintergrunde des Tableau führen Landjäger einen Unglücklichen hinweg, der ſich geberdet, gls hätte er die Kolit; dieß iſt ein Deſer⸗


