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tieft, deſto weniger findet man ein Ziel und einen ſicheren Maßſtab; mit einem ſchelmiſchen Geſichtchen aber weiß man ſogleich wohin, und bei einem ar⸗ tigen Frauenzimmer läßt ſich das Naturſyſtem ohne Mühe entdecken.
Seit ein Paar Minuten ſprach ich gar nimmer mit meiner jungen Arbeiterin. Ihre Hartnäckigkeit hatte mich erbittert und ich mäßigte bereits meinen Gang, ſo daß ſie glauben konnte, ich folge ihr nicht' mehr. Indeß auf zwanzig Schritte behielt ich ſie fortwährend im Auge.
Da bleibt ſie ſtehen ich gleichfalls... ſie ſpricht mit Jemanden... ich nähere mich... dieſer Jemand iſt ein junger Menſch. Ich beiße in meine Lippen, lauſche ein Wenig und vernehme folgendes Zweige⸗ ſpräch.
„Guten Abend, Jungfer Caroline.“
„Guten Abend, Herr Julius.“
„Sie kommen ſehr ſpät.“
„Wir haben viel zu thun, beſonders am Sams⸗ tag; auch hatte ich eine Mappe in die Rue Richeleu zu tragen. Dies iſt der Grund meiner Verſpä⸗ tung.“
„Und was haben Sie denn in dieſer?“
„Ein hübſches Roſenbouquet, womit ich morgen meine Haube aufputzen will.. ich ſelbſt habe es ge“ macht. Sie werden ſehen, wie ſchön es ſich aus⸗ nimmt. aber da hat mich ein Tölpel auf dem Boulevard geſtoßen und ich mußte das Bouquet zu Boden fallen laſſen.“


