119 geſehen, als ich ihr von meiner Abreiſe erzählte? Jetzt zum Schluſſe.
„Adieu, lieber Andreas. Amüſire Dich gut und ſei recht artig.
Deine treue Lucilie.“ Deine treue Lucilie! Ich habe ihr alſo Unrecht gethan.
Ich möchte gerne nach Paris zurück; aber Herr Dermilly hat Niemand, der ihm von der Frau Gräfin erzählen könnte, und das allein ſcheint ihm gut zu thun, beſſer als alle Arznei. Er iſt krank, ich kann und darf ihn nicht verlaſſen. es wäre der ſchnödeſte Undank, nach den überſchwänglichen Wohlthaten, womit er mich überhäuft hat. Und müßt' ich ihm mein ganzes Leben widmen, ich will es ohne Mur⸗ ren thun.
Endlich befindet er ſich beſſer und wir treten un⸗ ſere Wanderungen von Neuem an. Könnt' ich nur die Schönheiten der Natur ſo recht aus vollem Her⸗ zen genießen. Aber dazu gehört, was mir fehlt: Seelenruhe. Wenn Eiferſucht im Herzen wühlt, dann erblindet das Auge gegen die Reize der Natur.
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DO.


