Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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hübſch ſein könne und fügte weiter bei, daß im All⸗ gemeinen die kleinen Männer anmuthiger ſeien als die großen. Aber das Alles zog keinen einzigen Be⸗ werber herbei und Madame Durfort, welche ſich zu⸗ letzt mit einem Zwerg begnügt hätte, ſah mit Aergerniß

ein, daß ſie auf die Hoffnung, einen zweiten Gatten zu finden, verzichten müſſe, obgleich ihr jegliche Taille recht geweſen wäre.

Kinderlos und gezwungen, Wittwe zu bleiben, nahm Madame Durfort, die irgend Jemand zum Be⸗ herrſchen haben mußte, eine ihrer Nichten zu ſich, welche ſie auszuſtatten und zu verheirathen verſprach⸗ wenn man ſie dieſelbe nach ihrer Laune erziehen laſſe⸗ Madame Durfort war reich; man vertraute ihr die junge Aglae an, die damals erſt acht Jahre alt war und recht hübſch zu werden verſprach⸗ giun

Die junge Richte entſprach den von ihregehrzten Hoffnungen; ſie war eine Roſe, die bald in ſchönſter Pracht ſrahlen ſollte. Wozu jedoch ſo viele Reize, eine ſo herrliche Friſche! Arme Kleine, welcher grau⸗ ſamen Tante hatte man Dich anvertraut! Madame Durfort hatte, ſich erinnernd, daß man ſie erſt im⸗ dreißigften Jahre heirathen ließ, die Abſicht, ihre

* Nichte nicht vor dem vierzigſten in die Ehe treten zu laſſen indem ſie verſicherte, daß in dieſem Alter ein Frauenzimmer erſt im Stande ſei, eine Haushaltung e zu führen und ihren Mann zu reʒieren pin en

Welche Thorheit! ſagte ſie oft,Kinder von achtzehn oder zwanzig Jahren heirathen zu laſſen!

Vie können dieſe ſchon Charafter haben undlein Haus⸗