Stube im ſechsten Stockwerk des Hauſes hinaufführt. Peter ſchaut ſich um: ein kleines trübſeliges Man⸗ ſardenzimmer, ein Waſſerkrug auf dem iſche, das Alles deutet ihm nichts Gutes an und ſieht Herrn Boulette's Laden nicht ähnlichz aber Peter hat ſeinen Plan gefaßtt er ſpricht Nichts und ſchickt ſich an, den Schornſtein hinaufzuklettern.
„Nimm' Dich ja recht in Acht, Kleiner,“ wieder⸗ holt ihm der Portier mehrmals,„zerbrich mir NRichts; man hat vor Kurzem erſt die Röhre geflicktz fege ſauber, übereile Dich nicht; ich gehe wieder in den Hof hinunter, wenn Du fertig biſt, rufſt Du mir.“
Mein Bruder gibt ihm kein Gehör, er iſt bereits in dem Kamin oben. Er klettert, rechts und links mit den Händen tappend, hinauf, findet aber kein Loch, keine Spalte. Peter begreift es nicht; er glaubt, er müſſe wieder einen andern Schornſtein finden, in den er ſich hinablaſſen oder in den er wenigſtens hin⸗ unterſteigen könne, um den Leuten wieder Furcht ein⸗ zujagen, Kuchen und Eingemachtes zu eſſen, mit Schmeicheleien überhäuft und mit großen Kreuzern beſchenkt zu werden.
Durch anhaltendes Klettern war Peter bis an das Ende des Kamins hinaufgekommen; er ſtreckt ſeinen kleinen blonden Kopf hinaus und ſieht, daß er auf dem Dache iſt. Er ſchwankt einen Augenblick unent⸗ ſchloſſen, was er thun ſoll, da er keine große Luſt hat, in die Stube des alten Portiers zurückzukehren, wo er Niemand erſchrecken, alſo auch keine Belohnung und keine Leckerbiſſen erhalten kann.


