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„Liebe Kinder, ihr hättet euch an die Bewohner des kleinſten, beſcheidenſtes Hauſes wenden ſollen, dort würdet ihr Aufnahme gefunden haben. Merkt euch meinen Rath: wenn ihr ein anderes Mal um Gafffreundſchaft anſprecht, ſo klopft an die Hütten, nicht an die großen Häuſer.“
Peter ſchlägt endlich die Augen auf. Es koſtet mich Mühe, ihn von unſerm Nachtlager aufzubrin⸗ gen. Er ruft Jakob und unſere Mutter, er glaubt ſich noch daheim und verlangt zu frühſtücken; ich rüttle und ſchüttle ihn.„Peter, wach' doch ganz aufz wir ſind nicht mehr zu Hauſe, wir gehen nach Paris.“
Er ſieht mich, die Augen ausreibend, an und ſtößt einen tiefen Seufzer aus.„Bekommen wir denn Nichts zu frühſtücken, Andreas?“ fragt er. Doch, meine Kinder,“ antwortet der gute Greis; „ihr dürft mit mir frühſtücken und euch nicht eher auf den Weg machen, als bis ihr euch auf längere Zeit geſtärkt habt.“
Dieſe Worte erwecken Peter vollends; wir folgen wobhlgemuth dem guten Manne, der uns in ſein klei⸗ nes Häuschen hineinführt. Dort ſehen wir Milch, Eier, Käſe und Weißbrod auf einem Tiſche ſtehen. Peter und ich blicken uns gegenſeitig lachend an. Welch' füßes Erwachen! Wie wollen wir es uns ſchmecken laſſen!“
Der Greis heißt uns an den Liſch ſitzen.„Eſſet,“
ſagt er zu uns,„färkt euch, meine Kinder. Es iſt
noch weit von hier nach Paris; aber in eurem Alter legt man den Weg ſpielend und ſingend zurück.“


