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„Ach, Du biſt es, Claudine; biſt Du auch auf⸗ gewacht?“
„Kann man bei ſolchem Teufelslärm ſchlafen? Und Du? Hat Dich Dein Mann oder haben Dich die Hunde aufgeweckt?“
„Mein Mann!.. Warum nicht gar! Dem könnte man eine Kanone in's Ohr ſchießen, er würde ſich nicht rühren! Der iſt bei Nacht nie munter. Glaub' mir, Hanne, wenn Du je heiratheſt, nimm keinen Gipſer zum Mann: es gibt nichts Schändlicheres. Siebſt Du, das iſt ein zu anſtrengendes Geſchäft. Michel iſt ein guter Mann, aber er lacht nur des Sonntags!“
„Ach, das iſt recht langweilig! Ich will mir einen Dachdecker ſuchen, die ſind liebenswürdiger.“
Während des Geſpräches dieſer beiden Frauen⸗ zimmer hat der Lärm aufgehört. Ich will mich ihnen nähern, um ſie anzureden, aber ſie haben ihre Fen⸗ ſter ſchon wieder zugemacht. Ich kehre zu dem gro⸗ ßen Hauſe zurück und klopfe auf's Neue. Endlich öffnet man ein Fenſter; ein gltes, tief in einer wot⸗ lenen Mütze ſteckendes Geſicht zeigt ſich und fragt zornig:
„Wer klopft ſo ſpät bei dem Herrn Schultheißen an?“
„Wir, Madame.“
„Wer ihr?“
„Andreas und Peter.“
„Was wollen Andreas und Peter?“
„Wir ſind kleine Savoyarden: habt Ihr einen


