Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
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„Was haben Sie denn, mein Kind? Sie ſcheinen ſehr gerührt, ſehr bewegt?“ fragt der Vater Save⸗ nay, in Roſa⸗Maria's Zimmer tretend.

Dieſe beeilt ſich ihre Thüre wieder zu verſchließen und kehrt zurück, um die Hände des alten Mannes zu drücken, indem ſie ausruft:„Ach, ich bin ſehr unglücklich, und alle meine Hoffnung beruht auf Ihnen, lieber Freund!“

„Unglücklich? Du lieber Gott! ich glaubte ja gerade im Gegentheil, Ihre Verwandten ließen Ihnen endlich Gerechtigkeit wiederfahren und behandelten Sie jetzt mit Güte?“

„Ach, dieſe Güte, an die ich auch einen Augen⸗ blick glaubte! O, wenn Sie die Urſache davon kenn⸗ ten, meih Freund! Sie müſſen mich vertheidigen, Sie müſſen mich beſchützen!“

„So erklären Sie ſich doch, mein Kind.“

„Je nun; mein Oheim und meine Tante wollen mich verheirathen... mich Herrn Roquet heirathen laſſen. einen ſehr häßlichen Herrn, der wenigſtens mein Vater ſein könnte; ſie behaupten: er ſei reich, aber ich will Nichts von ihm, vo nein, ich will ihn nicht heirathen, denn ich verabſcheue ihn.“

„Sollte nicht der Grund auch darin liegen, daß Sie einen Andern lieben, mein Kind?“

„Ach, mein lieber Freund, ich weiß nicht, ob das der Fall iſt, aber das iſt gewiß, daß ich ſehr unglück⸗ lich wäre, wenn man mich zwänge, Herrn Roquet zu heirathen. O, ich bitte Sie, verlaſſen Sie mich

nicht ſie ſagen, ſie wollen meinem Vater ſchrei⸗