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„Ich ſagte Ihnen ja, daß ſie Sie am Ende lieben würden,“ ruft Friedrich aus.„Iſt es denn anders möglich? Sie ſind ſo artig, ſo liebenswürdig, ſo— ſehen Sie, mein Bäschen, ich liebe Sie wie ein Narr!“
„Und ich Sie wie eine Schweſter,“ ſagt Roſa⸗ Maria, Friedrich die Hand reichend, welcher antwor⸗ tet:„In Gottes Namen! Ich ſehe, daß wir aus der ſchweſterlichen Liebe nicht herauskommen; ich hätte freilich etwas Beſſeres gewünſcht. Wenn ich mich nun aber einmal mit Ihrer Freundſchaft begnügen ſoll, ſo muß es mir auch ſo recht ſein alle Wetter! da ruft mir meine Tante ſchon wieder. Wenn ich doch Nichts als Ihr Bruder bin, ſo ſollte man mich doch in's Teufels Namen mit Ihnen ſchwatzen laſſen.“
Angelika wollte ihren Neffen von Noſa⸗Maria entfernen, weil eben Herr Roquet, geputzt, pärfümirt, aufs Eleganteſte aufgeſtutzt, angelangt iſt. Nach ein Paar Worten an Madame St. Godibert und ihren Gatten ſetzt er ſich ſofort neben Roſa⸗Maria. Zuerſt ſetzt er ſeine Brille auf der Raſe zurecht, dann ſpricht er zu dem jungen Mädchen:„Mein Fräulein, ich habe Ihnen eine ſehr intereſſante Neuigkeit mitzu⸗
theilen.“ 1½
„Mir, mein Herr?“ „Ja, mein Fräulein, ich ſchmeichle mir, daß Sie die Freude über dieſelbe mit mir theilen werden!“ „Wenn es Etwas iſt, das Ihnen Vergnügen macht, mein Herr, ſo nehme auch ich Antheil daran.“ „Ach, wie gut Sie ſind o, wie unausſtehlich!


