Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
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volles Herz hat, ſo ſetzt ſie voraus, ihre Verwandten haben die Vorurtheile gegen ſie aufgegeben und gibt innerlich ihrem Vetter Friedrich Recht in ſeiner Be⸗ hauptung, daß man ſie am Ende lieben werde.

Noch friſcher, hübſcher, mehr durch natürlichen Reiz als durch ihre einfache Toilette ſchön, kommt Roſa an die Tafel herab. Die Freude, welche ihr vieſen Morgen zu Theil ward, hat einen neuen Strahl über ihr Geſicht verbreitet, denn Nichts verſchönert ſo wie das Glück. Als St. Godibert ſeine Nichte ſieht, kneipt er ſie in's Kinn und ſagt:Nu, nu, allerdings, wir ſind wundernett und ich begreife wohl, daß. ja, ja, ich begreife.

Roſa⸗Maria begreift nicht, was ihr Oheim ſagen

will, aber ſie bedankt ſich mit einem reizenden Lächeln für die Zeichen der Freundlichkeit, deren er ſie würdigte. Herr Candrillon und der Major Krauteberg treffen pünktlich zur Stunde der Mahlzeit ein. Julian er⸗ ſcheint auch bald und iſt ganz erſtaunt, als er ſeine liebliche Coufine bemerkt. Er gratulirt ihr zu dieſer Veränderung und Roſa⸗Maria antwortet:O, jetzt ſind Ihre Eltern ſehr gut gegen mich und ich bin ſehr zufrieden, denn ich glaube, daß ſie mich ein wenig lieben.

Ah, ah, wir ſollen mit der hübſchen kleinen Nichte zu Mittag eſſen! ruft Herr Candrillon aus, indem er Roſa⸗Maria in den Arm kneiptzdeſto beſſer, ich liebe die hübſchen Frauenzimmer! Mord⸗ element! wenn ich Zeit hätte, ſo wollte ich mir ein