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ihm ſo wehe gethan, wenn Sie es ablehnten. O, geben Sie, geben Sie, ich werde ganz laut leſen, denn Sie ſind unſer Vertrauter: wir haben kein Ge⸗ heimniß vor Ihnen.“
Roſa⸗Maria nimmt mit bebender Hand den ihr von Vater Savenay dargebotenen Brief und liest mit bewegter Stimme:
„Mein Fräulein! Der achtungswürdige Mann, der Ihnen dieß Billet einhändigt, wird Ihnen ſchil⸗ dern, wie ſehr es mich reut, daß ich neulich ſtumm an Ihnen vorübergegangen bin.. wüßten Sie, wie viel ich gelitten, ich, der jeden Augenblick nur an Sie gedacht habe! Ach, verzeihen Sie und erlauben Sie mir, Ihnen zu ſagen, daß ich nie Jemand lieben werde als Sie; dann wird Leben und Glück mir wieder blühen.“
Roſa⸗Maria hüpft dem Greis an den Hals und ruft aus:„Er wird nie Jemand lieben als mich. ach, lieber Freund, wie glücklich bin ich! Sagen Sie ihm, daß ich ihm verzeihe, daß auch ich ein Ver... nein, ich weiß mich nicht auszudrücken... muß ich ihm auch ſchreiben?“
„Nein, nein, das wäre nicht ſchicklich, dieſe münd⸗ liche Antwort wird ihm genügen; zudem habe ich ihm erklärt, daß ich mich mit keinem andern Brief befaſſen würde.. einmal iſt genug, aber ſeien Sie ruhig, er wird erfahren, was Sie ihm zu wiſſen thun wollen.. er wird glücklich ſein, ſehr glücklich, und dann wollen wir ſehen, was ſich ſchicklicher Weiſe
Paul de Kock. LXRKIX. 2


