Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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der ſich doch nur kalt und gleichgültig gegen ſie be⸗ wies, deſſenungeachtet ihr Gefühl und ihren Muth neu belebt? Darum, weil ſie beim Wiederſehen des geliebten Mannes in Paris ſich nicht mehr ſo einſam fand; weil ſie insgeheim die Hoffnung, Leopold noch ein Mal zu begegnen, bewahrte; endlich, weil in der Liebe Das, was uns Thränen und Leiden verurſacht, dafür auch vor Langeweile ſchützt. Letzteres iſt nicht immer der Fall bei der glücklichen Liebe.

Roſa⸗Maria arbeitete am Stickrahmen, von dem jungen Maler träumend und immer nachſinnend, warum er ihr nicht ein einziges artiges Wart geſagt, als ſie mehrmals an ihrer Thüre klopfen hörte, wor⸗ auf eine Stimme ſich hören ließ:Ich bin es, mein Bäschen: Brouillard... öffnen Sie mir gefälligſt!

Franzens Stimme fällt beinahe zugleich ein: Fürchten Sie Nichts, Frölein Roſa⸗Maria: es iſt einer Ihrer Vettern, der auf Beſuch zu Ihnen kommt.

Das junge Mädchen hat Franzens Stimme er⸗ kannt; ſie öffnet die Thüre und ſieht in der That neben dem Bedienten die Fuchsnaſe des Vetters, der eines Tages in's Haus ihres Vaters gekommen war.

Brouillard tritt ein und begrüßt Roſa⸗Maria mit beſonders liebenswürdiger Miene. Franz geht die Stiege wieder hinab, indem er ſagt:Hier iſt die Frölein Nichte.. wenn Sie einmal wieder kommen, ſo wiſſen Sie jetzt den Weg.

Guten Abend, mein reizendes Bäschen, ſagte