17 „Gehen Sie zu Bette, Herr Sohn, und laſſen Sie mich über Alles das ſpintiſiren.“
Herr St. Godibert geht ſich in ſein Zimmer ein⸗ ſchließen. Nachdem er hier lange den Kopf ſich ganz vergeblich zerbrochen, entſchließt er ſich, ſeine Frau aufzuſuchen.
f Roſa⸗Maria war zu der ihr beſtimmten Stunde hinabgegangen, ihrer Tante aufzuwarten. Madame St. Godibert hatte das junge Mädchen in ein Cabi⸗ net neben ihrem Boudvir geführt, wo man niemals einfeuerte, da es weder Kamin noch Ofen hatte, und ihr verſchiedene Sachen zu nähen gegeben, mit dem Gebot:„Hier werden Sie arbeiten! und daß Sie ſich ja niemals einfallen laſſen, bei der Arbeit zu ſin⸗ gen: das iſt mir verwünſcht. es gibt nichts ſo Gemeines.“ Das junge Mädchen hatte ſich verbeugt, ohne 3 Etwas zu ſagenz aber im Innern dachte ſie wohl, daß ſie hier niemals zu ſingen Luſt haben würde⸗ eSie wagte überhaupt kein Wort und ſetzte ſich zur Arbeit nieder.
„Nun,“ ſagte Herr St. Godibert, bei ſeiner Frau eintretend,„was machen Sie mit dieſer Kleinen?“ 3„Sie iſt hier,“ antwortet Madame, auf das kleine 3 Cabinet deutend,„ſie arbeitet und ich muß ſagen, ſie näht ſehr gut! Ich war ſehr überraſcht dadurch.“
„Gut; ſo wird ſie Ihnen doch zu Etwas die⸗ nen.“
„Wo ſollen wir ſie eſſen laſſen?“
„Nun, wenn wir unter uns allein ſind, ſo denke


