1¹⁰
Roſa⸗Maria iſt ganz erſtaunt, der Vater Sabenah ſelbſt ſieht den jungen Mann befremdet an und Frie⸗ drich hat, ohne auf eine Antwort zu warten, bereits einen Kuß auf die friſchen Roſenwangen ſeines Bäs⸗ chens gedrückt. „Wie, mein Herr?“ fragte der Greis,„Sie ſind alſo. „Ja, Papa Sabenah, ich bin ein Gogo, aber von weiblicher Seite. Sohn von Thereſe, der Schweſter Ihres Vaters, mein theures Bäschen, welche Hertn Reyval heirathete, weßhalb ich Friedrich Reyval heiße.“ Roſu ſchlägt ſchüchtern die Augen zu ihrem Vetter auf, indem ſie ſtammelt:„Ach, mein Herr Vetter, wie ſehr freue ich mich, meine Famtlie wiedergefun⸗ den zu haben, denn Sie müſſen wiſſen, wo mieine
Oheime ſind.“ n „Ja, mein Bäschen, ja gewiß, bas weiß ich; aber ſagen Sie mir doch zuvor, wer Ihnen die Adreſſe verſelben in Paris gegeben hal.“ S Unſer Vetter Brouillard, der uns dieſen Som⸗ mer in Avon beſucht hat: er ſagte mit, meit Sulel ichlaus wohne in der St. Lazarusſtraße und mein Onkel Euſtachius in ver Venbomiſttaße⸗ Nun, er hatte Sie wirklich nicht belogen; aber ich begreife nur nicht, daß er mit der Adreſſe Ihrer Oheime Ihnen nicht auch den Ramen derſelben mit⸗ getheilt hat! S 3i hre Namen? Wie, mein Velter, nennen ſich denn meine Oheime nicht mehr Gogo?“ 4. „Nein, hübſches Bäschen, und darum half Sie


