Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

Hand und wünſcht die Schreiber derſelben zum Henker. Er nimmt ſeinen Hut, ſeine Billete und ſchickt ſich zum Ausgehen an. Sie gehen nochmals aus? fragte Clementine; vaber es iſt ja ſchon ſpät und Sie haben geſagt, daß Sie heute frühzeitig zu Mittag zu eſſen wünſchen. Ei, du mein Gott! ich muß doch wohl gehen, meine Billete an den Mann zu bringen. Sie ſehen ja, daß mir mehr als zwölf Plätze übrig bleiben! .Aber, mein Freund, Sie ſind bereits durch Ihre Proben und durch die vielen Gänge ermüdet, welche Sie noch geſtern machten, um Billete zu verſprechen; denn die guten Freunde nehmen ſich nicht einmal die Mühe, daß ſie kommen und darum bitten: man muß ihnen in's Haus nachlaufen und welche anbie⸗ ten. Wenn man es aber natürlicher findet, ihren

Beſuch abzuwarten, ſo ſagen ſie nach einiger Zeit: Sie ſind ſehr liebenswürdig, man hat ein neues Stück von Ihnen geſpielt und Sie haben mir nicht einmal ein Billet gegeben.

Das weiß ich Alles, liebe Freundin, aber es iſt nahe an vier Uhr und ich möchte dieſe Plätze doch nicht verloren ſein laſſen ich werde mich be⸗ eilen.

Der Autor geht hinaus und begibt ſich ſchleunigſt zu einem alten, ihm befreundeten Sachwalter, der 15,000 Franken Rente bezieht, aber ſeine Frau nie⸗

mals in's Theater führt, außer man ſchenkt ihm die Billete dazu.

Paul de Kock. LXRvI. 2