Erſtes Kapitel. Die Freibillete vom Verfaſſer.
Wir befinden uns in der Vendomeſtraße bei Herrn Mondigo, dem Schriftſteller, der nicht ſo weitläufig und prächtig logirt iſt wie ſein Bruder, der Ban⸗ quier, allein doch, wenn auch nur ein kleines Quartier im dritten Stockwerk, eine ſehr ſchön dekorirte, mit einer gewiſſen Eleganz möblirte Wohnung inne hat.
Die ſchöne Clementine ſitzt auf einem Lehnſeſſel und betrachtet ſich in einem Spiegel, während ſie von Zeit zu Zeit eine Locke ihrer blonden Haare ordnet, die ſich nicht an ein kleines, kokettes, höchſt anmuthiges Häubchen ſchmiegen wollte, welches ihr vorzüglich ſteht; dann wirft ſie einen Blick auf ihr Kleid und ihre Fußbekleidung, gleichſam um ſich zu überzeugen, daß ihrer Toilette nichts fehle.
Herr Mondigo geht von einem Zimmer in das andere, läuft in ſein Cabinet, ſieht auf ſeinem Schreibtiſch nach, kommt in den Salon zurück, über⸗ liest ſeine Schreibtafel und ruft dabei aus:„Habe ich Niemand vergeſſen?.. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf ſteht. dieſen Abend. dieſen Abend iſt meine erſte Vorſtellung!... Mein Gott, mir ſcheint, ich habe noch Einiges wegzuſtreichen.,, meinem erſten


