Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Sind wir bald an Ort und Stelle?.. Meine Beine brechen faſt unter mir zuſammen.“

„Ja, Mamſelle, ja. ſtützen Sie ſich nur kecklich auf mich; fürchten Sie ſich nicht, ich ſehe vielleicht nicht ſo aus, aber ich bin ſtark.“

„Wohlan, ich nahm alſo das Anerbieten dieſes Herrn an. Dann führte er mich zuerſt in ein Wirths⸗ haus, indem er ſagte, er habe noch nicht zu Mittag gegeſſen.“

„O, das war nichts Unrechtes; man kann Hun⸗ ger haben, das iſt nicht verboten.“

„Ich wollte Nichts zu mir nehmen. Der Herr ſpeiste lange und als er mit dem Eſſen fertig war, merkte ich an ſeinen Augen und ſeinem Gange, daß er betrunken fei.“

„Ah, ſich zu betrinken war unrecht; unter Män⸗ nern iſt es zwar erlaubt, da kommt es vor.. aber wenn man bei Frauenzimmern iſt, iſt es unſchicklich. Obgleich ich mich keines Nastuches bediene, hätte ich das doch nicht gethan.“

„Als wir uns aus dem Gaſthauſe entfernt hatten, ſagte der Herr unpaſſende Worte zu mir und wollte mich küſſen; ich ſah ein, daß er mein Zutrauen miß⸗ brauchen wollte, ſtieß ihn zurück, brachte es dahin, mich aus ſeinen Armen zu befreien und ergriff die Flucht. Ich lief planlos umher, ohne zu wiſſen wo⸗ hin.. ſo irrte ich lange in den Straßen herum!. Endlich warf ich mich, von Müvigkeit erſchöpft, auf die Bank, wo Sie mich gefunden haben. Ich hörte viele Stimmen in meiner Nähe, ſah auch ein Licht,