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„Wir warten,“ ſagt der Lumpenſammler, ſich mit wichtiger Miene auf ſein Reff lehnend.
„Der Marktplatz von Rouen war geſtern wieder der Haupt⸗Executionsort eines Weinſchmugglers; man hat hundertundachtundzwanzig Litres verfälſchten Wei⸗ nes in Gegenwart des Herrn Polizeicommiſſärs aus⸗ laufen laſſen. Der geſchmuggelte Wein floß in Strömen.“
„Herr Gott! da hätte ich mir's wohl ſein laſſen⸗ wie hätte ich mich in dem Getränke gebadet!“ ruft der Mann, mit dem ſchwarzen Strumpfe auf dem Kopfe, aus.
„Du hyörſt aber doch, daß es verfälſchter Wein war, Ladvuille, der iſt ungeſund!“
„Falſch oder nicht, einerlei! wenn es nur Nichts koſtet! Und abgeſehen davon, kriegen wir denn etwas Anderes bei unſern Schenkwirthen, wo wir gewöhn⸗ lich hingehen? Um guten, echten, reinen Wein zu trinken, muß man ſich bekanntlich ſchon außerhalb der Barrieren begeben.“
„Ha, der weiß es! deßhalb hat man auch in den letzten Tagen in der Courtille und in Vaugirard eine Maſſe Fäſſer in die Goſſen laufen laſſen,“ ver⸗ ſetzt der Mann mit den großen Stiefeln.
„Still, Bürger!“ ſchreit der alte Lumpenſammler, „laßt den Zeitungsleſer fortmachen.“
Ratmort kratzt ſich auf dem Kopfe, huſtet, ſpuckt über die Geſellſchaft hinaus und fährt fort:„Durch die königliche Genehmigung wurde beim Obertribunal zum Anwalt ernannt...


