Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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gekrönt, ehe der Nachtiſch aufgetragen iſt. Euer Trank. iſt nicht ſüß heute Abend, Mutter Cichoria.“ Wie gewöhnlich; ich nehme täglich daſſelbe Ge⸗ wicht Farinzucker, aber Ihr ſeid gar lecker; Euch ſollte man Kandelzucker hinein thun!“

„Schweigt jetzt! ſeht Ihr denn nicht, daß Rat⸗ mort die Zeitung vorliest?“

„Potz Tauſend, es iſt wahr! Ratmort iſt ſo groß, daß man ihn nicht ſieht, ſelbſt wenn er auf einem Tiſche ſteht.“

Dieſer Scherz veranlaßt die Geſellſchaft zu einem brüllenden Lachen, mit Ausnahme Deſſen, der das Stichblatt dazu iſt. Der dicke Zwerg richtet, nach⸗ dem er ſein borſtiges Haar mit den Fingern verar⸗ beitet hat, ſeine grünen funkelnden Augen auf den jungen Mann, den man den Wilden geheißen hat und ſchreit:„Höre, Du unverſchämter Naſeweiß, wenn ich auch gleich nicht die Größe eines Genadiers habe, ſo habe ich doch die Kraft und den Muth eines ſolchen; wenn es Dir darum zu thun iſt, ſo werde ich Dir es beweiſen, Du darfſt es nur ſagen.. ſo⸗ gleich, wenn es Dir recht iſt! Wer wettet einen Schoppen mit mir, daß ich ihn in's Waſſer ſchmeiße?“

„Was der Ratmort ſo wüthend iſt!.. er kriegt gleich einen Zorn!... mich in's Waſſer ſchmeißen!... Schönen Dank dafür; er kann ſchwimmen wie eine Karpfe, er iſt ja auch nicht weiter.“

„Aergere mich nicht, Wilder! ich zerſtampfe Dich, elendes Salzkorn!“ „Nun, meine Herren, ſeid ihr nicht hald fertig?“