Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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86 Hauſe... und doch hat mir vor ganz kurzer Zeit erſt

mein Vetter ſeine Adreſſe gegeben... Was bedeutet

das wie kommt es, daß er ſich geirrt hat?... es iſt mir unfaßlich!“

Herr Richard iſt entzückt über dieſen Vorfall, weil er denkt, die Verlegenheit des jungen Mädchens ſlelle ſie ſeiner Macht anheim, und er reibt ſich vergnügt die Hände, indem er erwiedert:„Ach⸗Fräulein, wenn Sie geglaubt haben, in Paris könne ein junges Mädchen einen Führer und Beſchützer entbehren, ſo waren Sie ſehr im Irrthum.. ſelbſt Perſonen,

welche ſchon lange in der Stadt wohnen, iſt es manchmal ſchwierig, Die zu entdecken, welche ſie auf⸗

ſuchen. Wie können Sie alſo meinen, ein junges Mädchen, welche zum erſten Mal nach Paris kommt, könne gleich Alles finden? Sie ſehen hieraus, daß Sie ohne Stütze, ohne Freund nie Ihren Onkel Gogo ſinden werden... Aber obgleich Sie vorhin meinen

Arm ausgeſchlagen und mir nicht auf meine Erklä⸗

rungen geantwortet haben, will ich es doch auf mich nehmen, Ihre Familie zu entdecken. Nun, kleine Böſe, nehmen Sie meinen Arm an, ich trage Ihnen Nichts nach und finde Sie immer anbetungswürdig.“

Roſa⸗Maria weicht abermals zurück und antwortet bloß mit einer Verbeugung:„Ich danke Ihnen, mein Herr, aber ich brauche keinen Führer. Dem Himmel ſei Dank, ich habe noch einen andern Onkel in Pa⸗ ris.. Ich hoffe, daß man ſich in deſſen Adreſſe nicht geirrt hat und ich werde ihn augenblicklich auf⸗ ſuchen.“