Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Mein Herr,“ verſetzt Friedrich mit großer Kalt⸗ vlütigkeit,„ich wollte von keinem dieſer beiden Ge⸗ genſtände ſprechen. Ihre entſchiedene Verachtung der Uhren und Taſchentücher war mir überdieß unbe⸗ kannt.“

„Es fällt mir nicht ein, ſie zu verachten,“ entgeg⸗ net der Reiſende lächelnd;„aber die Uhren find für meinen Beutel zu theuer und was die Nastücher an⸗ betrifft, ſo bediene ich mich derſelben ſo ſelten.. und dann kann man ſich ja mit Vater Adams Gabel helfen. ha, ha!“

Herr Richard rückt noch dichter zu Friedrich hin. Madame St. Godibert ſpricht bei ſich ſelbſt:„Wie kommt es, daß ein ſolcher Menſch nicht in den Wag⸗ gons ſitzt?“

„Der wohlduftende Herr langt ſein mit Patchouli parfümirtes Taſchentuch heraus und ſchneuzt ſich mehrere Male, wahrſcheinlich um zu beweiſen, daß er nicht denſelben Grundſätzen huldige wie der ſchlecht gekleidete Mann.

Herr St. Godibert ſagt, den Kopf ſchüttelnd, mit anmaßender Miene:„Ich bedaure, daß mein Bru⸗ der, der Schriftſteller, nicht bei uns iſt!... Er legt ſich auf das Beobachten und hat eine Freude an Dingen, die... Mondigo iſt verteufelt geſcheidt!...“

„Ohne daß es den mindeſten Anſchein hat,“ mur⸗ melt Richard.

Friedrich wendet ſich auf's Neue an den Mann in der Ecke:„Mein Herr, den Verluſt, den Sie er⸗ litten haben, iſt nicht ſehr beträchtlich, doch kann es