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ſuch herbeizuführen. Mehr als ein Mal hatte die Jungfrau im Sinne gehabt, mit Hieronymus von der Bekanntſchaft zu ſprechen, die ſie im Walde ge⸗ macht hatte; ſie dachte, ein Kind dürfe gegenüber von ſeinem Vater keine Geheimniſſe haben, beſon⸗ ders nicht, wenn dieſer ſo gütig und nachſichtig iſt. Aber ſo oft ſie von dem jungen Maler anfangen wollte, hielten ihr eine ihr unbegreifliche Empfindung und eine Verlegenheit die Worte auf der Zunge zu⸗ rück und Roſa verſchob dieſes Bekenntniß, das ſie zwar zu machen wünſchte, wovor ſie ſich aber zugleich fürchtete, immer wieder.
Leopold hatte zu Roſa⸗Maria geſagt, es werde nicht mehr als ein Monat bis zu ſeiner Rückkehr nach Fontainebleau vergehen; dieſer Zeitraum war jedoch verfloſſen, ohne daß der Künſtler ſich im Dorfe ge⸗ zeigt hätte.
Die Jungfrau, deren Bildniß er gemalt hatte,
brachte einen großen Theil ihrer Zeit am Fenſter ſitzend zu, denn das Fenſter ging auf die Chauſſée nach Fontainebleau hinaus und gewährte eine weite Ausſicht, ſo daß man die auf Avon zuwandelnden Reiſenden lange vorher bemerken konnte, ehe ſie die erſten Häuſer des Dorfes erreicht hatten. Roſa⸗Maria arbeitete, aber ſie erhob die Augen oft von ihrem Geſchäfte, um nach der Chauſſée zu ſchauen, dann ſenkte ſie die Blicke wieder traurig auf die Nadel hinab; ſchwere Seufzer entrangen ſich ihrer Bruſt und ſie ſprach bei ſich:„Er komnit nicht! Vielleicht
hat er mich ſchon vergeſſen, vielleicht ſieht er mein
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