Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

85 Du ein, Roſa, welchen Gefahren Du Dich ausſetzteſt, indem Du durch den Wald gingſt!“

„Ach ja, mein Vater, ich habe Unrecht gehabt, aber ich verſpreche es Dir, ich gehe nie wieder hin, denn die Erinnerung an dieſes Abenteuer wird nicht ſo leicht aus meinem Gedächtniſſe ſchwinden.“

„Ich glaube es; Du mußt eine entſetzliche Furcht ausgeſtanden haben.. Ach ſieh', Nichts als der Ge⸗ danke an Deine Lage, in der Nähe dieſer Diebe, wo Du es nicht wagen durfteſt, Dich zu rühren, weil ſie Dich, wenn ſie Dich erblickt hätten, aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach getödtet haben würden„iſt mir pein⸗ lich und erſtickt mich faſt.“

„Beruhiget Euch, mein Vater, jetzt bin ich ja wieder bei Euch.

„Und gehſt nicht mehr in den Wald?“

„O nein, ich ſchwöre es.“ „Das läßt ſich hören„ Ach, wie hätte ich den beraubten Reiſenden vertheidigt, wenn ich in jenem Augenblicke dort geweſen wäre; wie hätte ich mit einem Fauſtſchlage die Schurken zu Boden ge⸗ ſtreckt!“

„O ja, das hättet Ihr; aber ich, mein Vater, war nicht ſtark genug zu ſeiner Vertheidigung und die Furcht geſtattete mir nicht, um Hülfe zu rufen.“

„Du haſt wohl daran gethan zu ſchweigen, arme Kleine, denn ich ſage Dir, ſie hätten Dich umge⸗ bracht! Auf ſolche Weiſe wird man aus einem

Räuber ein Mörder. die Furcht, von einem uner⸗ warteten Zeugen verrathen zu werden, veranlaßt