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vischen, ſetzt ſich wie gewöhnlich auf den Baumſtamm und murmelt:„Da es Ihnen Vergnügen macht und es das letzte Mal iſt, will ich es nicht verweigern. Wenn Sie übrigens Etwas an meinem Geſichte ver⸗ veſſern wollen, ſo iſt der Augenblick nicht gut ge⸗ wählt. ich habe rothe Augen und bin ſchlechter Laune.“
„Nein, nein, nicht wegen des Geſichtes.. So, jetzt ſitzen Sie recht. o⸗ es wird bald geſchehen ſein.“
Der junge Maler ſtellt das Bild des jungen Mädchens auf ſeine Staffelei, nimmt ſeine Pinſel zur Hand und macht ſich gleich an's Geſchäft. Anfangs behält das reizende Original ſeine ernſte Miene, nach einer Weile verklärt aber ein liebliches Lächeln Roſa's Züge, und ſie fragt:„Erlauben Sie, daß ich ſprechen darf?“
„O, ſo viel Sie wollen! es wird mir um ſo lie⸗ ver ſein, denn Sie ſehen und zu hören iſt ein doppel⸗ tes Vergnügen für mich.“
„Und es hindert Sie nicht am Malen?“
„Durchaus nicht, und ſelbſt wenn ich in dieſem Augenblick Ihr Geſicht malte, würde es mich keines⸗ wegs geniren. Ich habe bisweilen den Sitzungen von berühmten Künſtlern beigewohnt und ich ver⸗ ſichere Sie, dieſe ſind nicht der Anſicht ſolcher, welche ihren Originalen eine völlige Unbeweglichkeit anem⸗ pfehlen: weit entfernt! Sie unterhalten ſich während der ganzen Sitzung mit ihnen und auf dieſe Weiſe faſſen ſie den Geiſt der Phoſiognomie auf, den ſie 8


