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nicht entſchließen konnte, ſelbſt als ſie bereits auf⸗ gehört hatte zu ſein! Und es gibt Leute, welche ſich ſchnell von dem Gegenſtand ihrer Neigung ent⸗ fernen, wenn ihn der Tod getroffen hat! Dieſe müſ⸗ ſen ſehr wenig Muth oder vielmehr ſehr wenig Liebe für ihn empfunden haben!
„Ich will Ihnen den Schmerz meines Vaters, welcher in wenigen Stunden ſeine Lebensgefährtin verloren hatte, nicht ſchildern. Er hatte zwanzig Jahre, zwanzig der ſchönſten Jahre voll Herzensge⸗ nüſſen und all' den Wechſelfällen, die uns treffen, ehe wir zu Glück und Ruhm gelangen, mit ihr zu⸗ gebracht. Ach, das iſt ein ganzer Lebenslauf, den man nicht von Neuem anfangen kann! Aber es blie⸗ ben ihm zwei Kinder und beſonders eine ſo junge intereſſante Tochter übrig, die ihre Mutter ſo innig geliebt hatte!
„Jetzt, wo mehr als zwei Jahre ſeit dieſem Er⸗ eigniß verfloſſen ſind, hat ſich unſer Gram in Be⸗ dauern verwandelt. Wir ſprechen oft von meiner Mutter, denn ſtatt daß wir unſern Schmerz dadurch erneuen, ſcheint dieſes ihn im Gegentheil zu lindern. Und mein Vater wiederholt dann vſft eine ſehr wahre Behauptung: Wenn wir einen unſerer Bekannten durch den Tod verlieren, ſo nehmen wir die Nach⸗ richt davon vielleicht mit Betrübniß auf, betrachten es aber als eines derjenigen Ereigniſſe, die kom⸗ men müſſen und in der Ordnung der Natur liegen;z verlieren wir aber einen angebeteten Gegenſtand, ſo iſt es uns unmöglich, an unſer Unglück zu glauben⸗


