Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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1 ſeinen Sohn durchaus in die Fremde ſchicken wollte, mit beinahe wüthender Miene an.

Der Vater ſelbſt kann nur mit Mühe ſeine Rüh⸗ rung verbergen und dem Sohn Troſt zuſprechen; er ſagt feierlich:Mein Freund, die Reiſen bilden die Jugend... Du gehſt in das Land von Schiller und Göthe... Du wirſt Bier trinken und wirſt Sauer⸗ kraut eſſen. alſo, wenn Du heimkehrſt, wirſt Du ein Mann ſein.

Der kleine Jüngling begreift nicht ganz deutlich, daß man, um ein Mann zu werden, nothwendig Sauerkraut eſſen müſſe, jedoch, um ſeinem Vater zu gehorchen und deſto eher heimkehren zu dürfen, ant⸗ wortet er ihm, in Thränen zerfließend:Ja, Papa, ich werde viel davon eſſen... o, Du ſollſt mit mir zufrieden ſein!

Aber ſchon ertönt die Stimme des Condukteurs: er ruft die Reiſenden mit Namen auf; man iſt im Begriff, nach Brüſſel abzufahren.

Der Eine läuft herzu, indem er ſeine Taſchen drückt, um zu ſehen, ob er nicht Etwas vergeſſen hat; der Andere, welcher ſchon ſechs Mal ſeiner Frau Lebe⸗ wohl geſagt, geht zum ſiebenten Mal, ſie in ſeine

Arme zu ſchließen und flüſtert ihr in's Ohr:Du

weißt, was Du meinen Gläubigern ſagen mußt... ich bin in Amerika.. auf neunzehn Jahre.. Ein kleiner, grüngelber und widerwärtiger Menſch, welcher ſich im Gehen ſtets mit beiden Händen den Bauch hält, kehrt geſchwind noch einmal um und ruft ſeiner Frau zu:Meine Liebe! Ich habe es ver⸗