Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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meine Familie zu ernähren, aber dazu bedurfte ich eines Platzes.

Ein Freund, der die Art meines Sinnes kannte, ſagte zu mir: Ich kehre nach Bordeaur zurück; dort bin ich in einem Handelshauſe angeſtellt, wo ich auch Sie unterzubringen hoffe. Sobald ich deſſen gewiß bin, werde ich Ihnen ſchreiben; dann können Sie mit Ihrer Familie abreiſen und ſich in Bordeaur niederlaſſen.

Damit empfahl ſich mein Freund.

Nach Verlauf eines Monats erhielt ich einen Brief, worin er mich benachrichtigte: Ihr Wunſch iſt erfüllt; kommen Sie, aber ſchnell, ſonſt müßte man über Ihren Platz verfügen.

Ich beeilte mich, mein kleines Beſitzthum zu Geld zu machen, und da meine Frau ihre kleinen Vorkeh⸗ rungen nicht eben ſo ſchnell vollendet hatte, als ich die meinigen, ſo reiste ich voraus und hier bin ich.

Und was war Ihr Erlös?

Fünfhundert fünfzig Franken.

Davon habe ich hundert meiner Frau zu ihren Reiſekoſten zurückgelaſſen und trage den Reſt, nebſt der Adreſſe des Kaufmanns, der mich erwartet und den ich jetzt aufſuche, in meiner Taſche.

Laſſen Sie dieſe Adreſſe ſehen... vielleicht kenne ich Ihren Kaufmann.

Der Fremde zieht ein Papier aus der Taſche und liest:Herr Desbuiſſons, Comödienplatz in Bordeaux.

Herr Desbuiſſons! Ei gewiß, den kenne ich ich war oft mit ihm zuſammen. Kommen Sie, ich führe Sie in ſein Haus. O! reden Sie ihm nur

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