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vas Weſen, kurz das Aeußere eines Junggeſellen anzunehmen ſucht?
Warum beklagt ihr euch gleich im Anfang eures Eheſtandes darüber(über das Verheirathetſein, ver⸗ ſteht ſich)2
Warum hört ihr gleich auf, der Liebhaber zu ſein? Warum ſeid ihr nicht mehr galant, zuvor⸗ kommend, eifrig, liebenswürdig, häufig ſogar nicht mehr verliebt?.. Denn ihr unterlaſſet eine Maſſe Dinge nach der Hochzeit oder thut ſie wenigſtens nicht mehr ſo gut.
Warum gewöhnt ihr euch, ſtatt die Zwiſtigkeiten durch ein wenig Geduld oder Gefälligkeit zu ver⸗ hüten, an das Streiten mit eurer Frau wie an das tägliche Kaffeetrinken?
Warum ſucht ihr, wann ſich die Langeweile in euer Häusliches einſchleichen will, das Vergnügen gleich auswärts, ſtatt euch zu bemühen, es in eurem Innern feſtzuhalten?
Warum gebt ihr zuerſt alle möglichen Veranlaſ⸗ ſungen, die euch die Liebe einer Frau entziehen müſſen?
Warum ſeid ihr einfältig genug, Verbindungen mit hübſchen oder geiſtreichen Männern zu unter⸗ halten, im Vergleich deren ihr nothwendig verlieren müßt?
Warum erzählt ihr dummer Weiſe überall, daß.
euch eure Frau nicht liebe? Das kommt gerade her⸗ aus, als ob ihr ſagen wolltet:„Der Platz iſt offen, ich beſetze ihn nicht mehr, man kann ſich melden.“


