Teil eines Werkes 
6. Th. (1845)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Skizze aus Italien.

Ohne weitere Reiſeabenteuer trafen Auguſt und Bertrand in Turin ein, wo ſie ein beſcheidenes Hotel bezogen. Ehe ſie ihre Reiſe weiter fortſetzten, wünſchte Auguſt mit dieſer ſchönen Stadt Italiens, wo man ſich noch in Frankreich glauben kann und wo eine liebliche Miſchung des franzöſiſchen Weſens mit den

italieniſchen Sitten herrſcht, nähere Bekanntſchaft zu

machen.

Die Turiner Frauenzimmer ſind ſchön, liebens⸗ würdig, reizendz ſie verbinden mit der Anmuth der Franzöſinnen mehr Feuer in den Blicken, mehr Wol⸗ luſt in der Stime, mht Hingebung iũS Bai⸗ ſng Berkränd bemerkte wohl, daß ſein Herr viel nach den Italienerinnen ſchaute, daher er ihm unab⸗ läßig wiederholte:Nehmen Sie ſich in Acht, mein Lieutenant, wir reiſen, um Glück zu machen und nicht um neue Eroberungen zu ſuchen; nicht um ſchwarze Augen und griechiſche Naſen zu bewundern, kamen wir nach Italien.

Nein, Bertrand, da wir ſie aber einmal hier fin⸗ den, ſo hindert uns nichts daran, ſie zu bewundern.

Paul de Kock. LXRlI. 45