Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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6 Ach, welche Koketten ſind doch die Frauen heutzutage

ich will dieſe Roſe in meine Haare ſtecken, ſie ſteht mir beſſer als dieſes Band; mein Gott, wie ſchlecht heute meine Locken halten... und da beklagt man ſich

noch, daß die Männer ſchlechte Begriffe von unſerm Geſchlecht haben, aber berechtigt man ſie nicht dazu durch ſolche Aufführung? Schon bei der erſten Begeg⸗

nung einem Manne zeigen, daß er gefällt.. ſchauer⸗

lich! und vollends eine zwanzigjährige Frau, höch⸗

ſtens ſeit zwei Jahren verheirathet! Herr Auguſt!

Herr Auguſt! Sie verdienen nicht, daß man einige Freundſchaft für Sie hegt! Herr Deſtival ſtellt ſich, indem er ein indiſches Schnupftuch, das ihm zur Nachtmütze gedient hatte, ablegte, vor einen Spiegel und präſentirt vor ſich ſelber mit einem Nachttopf, den er in den Nachttiſch zurückzuſtellen vergeſſen. Ohne daran zu denken, daß er im Hemde iſt, durchmißt Deſtival, dem es träumte, daß er alle wilden Thiere des Bezirks vertilge, im

Doppelſchritt ſein Zimmer und zielt mit ſeiner Zange

auf ſein Kiſſen, aber in dieſer edlen Stellung trit die Erinnerung an die geſtern verlorenen vierzig Franken vor ſeinen Geiſt, und da er nicht mit Exer⸗ zieren ſeine Verhältniſſe rangiren kann, ſo kehrt unſer Mann zu friedfertigen Geſinnungen zurück und klei⸗ det ſich an, indem er auf nichts als die Mittel ſinnt, eben ſo reich wie Thomaſſinière zu werden, da⸗ mit er nicht mehr durch den Verluſt einiger Thaler im Spiel ſeine gute Laune verlieren müſſe. Dalville hat ein wenig an die Modedame, ein