106 „Ach, liebe Nachbarin!“ „Hören Sie, was man uns da für ein Geſchenk macht?“ ſagte Athalie leiſe zu Auguſt.
„Sehr verbunden,“ antwortet Dalville,„wahr⸗ haftig, ich weiß nicht, was ich Frau Deſtival gethan habe, daß ſie mir einen ſolchen Streich ſpielt!“
„Beruhigen Sie ſich: wenn man Sie zu dem Duett zwingt, ſo werde ich accompagniren und vor der zehnten Note verſpreche ich Ihnen, drei bis vier Saiten geſprengt zu haben.“
„O, wie liebenswürdig Sie ſind! wie viel Dank werde ich Ihnen ſchuldig ſein.“
Monin, der ſeine Frau etwas beſänftigt ſieht, wagt ihr zu ſagen:„Du ſangeſt auch ſehr hübſch jene Weiſung:
Marg'rethlein ſpann gar ruhiglich Und dachte nur und träumte ſich Von ihrem Kleinen, Kleinen.“
„Schweigen Sie, mein Herr, bleiben Sie bei Ihrem Spiel, das Sie ſo gerne ſpielen. Macht man da ein Piquet?“
„Nein, Bichette, ein Ecarté.“
„Was? Ecarté! Und ſeit wann können Sie Ecarté, mein Herr.“
„Ich kann es nicht, aber i will Dir ſagen, ich halte nur.“
„So, Sie halten! Doch pofe ich wenigſtens, daß Sie beſcheiden ſind, daß Sie nicht hoch hineingehen?“
„O, meine Bichette, ſei ruhig!“ „Herr Monin, Sie haben Ihre zwei Franken ver⸗


